Liebe Leserin! Lieber
Leser!
August - der Monat der Ferien, des Sommerurlaubs und
des „Sommerlochs“. Es ist „kaum was los“ - auch liturgisch gesehen - wäre da
nicht der 15. August, der in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt. Ansonsten ist
der 15. August - das Hochfest
Mariä Aufnahme in den Himmel - ein gesetzlicher Feiertag in Bayern.
Dieses Fest wird bereits seit dem 6. Jahrhundert gefeiert, und recht bald wurde
es mit dem Brauch der Kräuterweihe verbunden. Dies hat verschiedene Ursachen:
Schon in der Urkirche wurde Maria als die „schönste aller Blumen“ verehrt.
Legenden berichten davon, dass man am Grab Mariens nicht ihren Leichnam, sondern
ihr Leinentuch und wohlduftende Kräuter gefunden habe. Ein weiterer Grund liegt
sicher darin, dass die meisten Heilkräuter im Hochsommer ihre stärkste Wirkung
entfalten.
Die Kräutersegnung ist ein schöner Brauch, der uns sinnenfällig von Gott erzählt: Diese Heil-Kräuter wollen uns daran erinnern, dass Gott unser Heil möchte. „Heil“ bedeutet, dass es mir an Körper, Geist und Seele gut geht.
So wie die Kräuter zwar oft mühsam, aber doch gefunden werden können, so ist das Heil von Gott her zu finden, wenn auch nicht immer einfach und schnell. Heilkräuter sind keine Garantie zur Heilung, aber sie können weiterhelfen - so wie Maria uns auf unserem Weg zu Gott weiterhelfen kann.
Einen „heil-samen“ August wünscht Ihnen
Ihr Thomas Weggartner, Pastoralreferent
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